«Die Allianz der letzten Demokratien»: Ein Pre-Enactment
Im Rahmen des 80-Jahr-Jubiläum der historischen «Zürcher Rede» Winstons Churchill lädt die Universität Zürich gemeinsam mit dem Zürcher Theater Spektakel zu einem aussergewöhnlichen demokratiepolitischen Experiment ein: Die Aula der Universität Zürich, in der Winston Churchill 1946 seine historische Rede zu einem demokratischen Nachkriegseuropa gehalten hat, verwandelt sich an vier Abenden im August 2026 mittels Pre-Enactments – einer theatralen Vorwegnahme möglicher zukünftiger Ereignisse – in eine real-fiktive Gründungsversammlung einer internationalen Demokratie-Allianz.
«Die Allianz der letzten Demokratien»
Zürich in naher Zukunft: August 2027. Liberale Demokratien sind angesichts autokratisch agierender Regierungen weltweit in der Defensive. Zur Überraschung der Weltöffentlichkeit formiert sich in Zürich ein neuer Machtblock. In der Universität ringen sich über 40 Demokratien zur Gründung einer multilateralen Organisation zum Schutz der Demokratie durch: die International Democratic Alliance (IDA).
Der Beitritt zur Demokratie-Allianz verpflichtet die Mitgliedstaaten zu enger Zusammenarbeit sowie zu griffigen Massnahmen zur Sicherung ihrer demokratischen Institutionen. Zentraler Bestandteil dieses Experiments ist die Demokratie-Charta, die gemeinsam mit einem interdisziplinären Beirat von Professor:innen der Universität Zürich erarbeitet wurde.
Die Schweiz als Gastgeberin ist von der plötzlichen Einigung überrumpelt. Soll der neutrale Kleinstaat und die vielleicht beste Demokratie der Welt dem Bündnis beitreten? Der Bundesrat zögert – die Charta geht ihm zu weit. Doch seit einem Parlamentsentscheid im Frühling 2027 hat bei internationalen Verhandlungen eine per Los gewählte Schweizer Delegation das letzte Wort.
Spricht sie sich für den Beitritt der Schweiz zur Allianz aus und bekennt sich zu einer wehrhaften Demokratie oder lehnt sie das Verhandlungsergebnis ab? Der Schweizer Delegation bleibt 100 Minuten Zeit, eine Entscheidung zu fällen.
Ein Projekt von Proberaum Zukunft in Kooperation mit dem Art × Science Office der Universität Zürich und dem Zürcher Theater Spektakel.